Sibylle Berg

Werk

Hass Tryptichon – Wege aus der Krise
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Theaterstück, 2019

Sie leben an einem Autobahnzubringer digital vereinsamt, durch Klamotten von der Stange mühsam in einer Form gehalten. Sie haben sich und den anderen nicht viel zu sagen, die Erinnerungen sind nicht der Rede wert, die Zukunft erst recht nicht und das Gespräch mit den Kindern, Katzen, Nachbarn ist schon lange abgebrochen. Der homo europaeus jedweden Geschlechts und Alters in Sibylle Bergs neuem Stück ist in der Warteschleife der automatischen Sinnbeantwortung hängengeblieben. Aber es gibt Wege aus der Krise! Berg setzt eine Gesellschaft im psychotektonischen Prekariat auf die Couch ihres Therapeuten. Der heißt »Hassmaster«, und führt in drei lyrischen Flügelschlägen seine Probanden von der Anamnese der Tristesse, über die Erkenntnis der Wut hin zur Lösung aller Probleme. Ersan Mondtag inszeniert Bergs bitterböse Farce in einer Koproduktion mit den Wiener Festwochen als Singspiel mit Kompositionen von Beni Brachtel und Benny Claessens als Dark Angel der Gruppentherapie.

Hass-Triptychon – Wege aus der Krise ist eine Produktion des Maxim Gorki Theaters in Koproduktion mit den Wiener Festwochen

Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg

Sibylle Berg, in Weimar geboren, arbeitet als Autorin und lebt in Zürich. Ihre Dramen und Prosa wurden international gefeiert und vielfach übersetzt. Für ihre Werke wurde sie unter anderem mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet. Nach Und dann kam Mirna und Nach uns das All zeigt das Gorki im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalons Hass-Triptychon – Wege aus der Krise. Eine Therapie in drei Flügeln.